Endlich wieder Eishockey in der Brehmstraße.

Am 23. November 1935 wurde, nach Berlin und München, das dritte Eisstadion Deutschlands eröffnet. Gebaut wurde das unbedachte Stadion unter der Leitung des Architekten Peter Dierichsweiler im Hochbauamt der Stadt Düsseldorf und mit finanzieller Unterstützung des Düsseldorfer Stahlindustriellen und Sportmäzens Ernst Poensgen

Das ursprüngliche Stadion, das nach der Fertigstellung Platz für 8.000 Zuschauer bot, wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerbombt. Dabei kam auch der damalige Coach Bobby Bell ums Leben.

Nach dem Neuaufbau ab 1946 fasste das Stadion 10.500 Zuschauer und war damit für Jahrzehnte die größte Eissporthalle Deutschlands. 1969 erfolgte die Überdachung des Stadions mit einer auf vier Stützen aufliegenden Stahlkonstruktion des Architekten Friedrich Tamms Gleichzeitig wurde auf der Nordseite eine Stehplatztribüne errichtet.

Bei den Eishockey-Weltmeisterschaften 1955, 1975 und 1983 diente es als WM-Standort. Der sowjetische Nationaltrainer Anatoli Tarassow soll bereits im September 1971 bei einem Spiel seiner Mannschaft an der Brehmstraße von den „Besten Fans der Welt“ gesprochen haben. Zudem feierte die DEG hier ihre acht Deutschen Meisterschaften. Der erste Meistertitel wurde noch mit einem Feuerwerk gefeiert, das im Stadion abgefeuert wurde. Nach 1969 war das wegen der Überdachung nicht mehr möglich.

 

Nach einem Zubau von Sitzplatztribünen zwischen den Stehbereichen und dem Dach in den frühen 1990er Jahren und einer Umwandlung eines Stehplatzbereiches in Sitzplätze zum Ende des Jahrzehnts fasst das Eisstadion an der Brehmstraße, nachdem die Zuschauerkapazität kurzzeitig auf 11.117 gestiegen war, für das Abschiedsspiel werden 9.000 Zuschauer, davon ca. 2000 Sitzplätze.

„Die Brehmstraße“, wie das Stadion kurz genannt wird, war zu den erfolgreichen Zeiten der Düsseldorfer EG das bestbesuchte Eisstadion Deutschlands. In den Jahren 1986 bis 1996 war nahezu jedes Heimspiel ausverkauft. Oft wurden mehr als 9.500 DEG-Saison-Dauerkarten abgesetzt.